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Effektivzins: Was ist ein effektiver Jahreszins?

Wichtiges Vergleichskriterium: Der Effektivzins

Wenn Sie sich näher mit der Thematik Kredite beschäftigt haben, ist Ihnen sicherlich schon folgende Begrifflichkeit untergekommen: der Effektivzins. Neben dem Sollzins spielt dieser ein besonders wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl Ihres neuen Kredits. Um was es sich beim Effektivzins handelt, warum er für Sie so wichtig ist und welche Rolle er beim Kreditvergleich spielt, verrät Ihnen unser Ratgeber.

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Das Wichtigste zum Effektivzins auf einen Blick:

  • Der Effektivzins beinhaltet alle zusätzlichen anfallenden Kosten eines Kredits
  • Er ist das Hilfsmittel, um Kredite gleicher Art, Laufzeit und Höhe vergleichen zu können
  • Je niedriger der Effektivzins, umso besser für Sie
  • Effektivzins-rechner helfen Ihnen bei der Berechnung

1. Der Effektivzins: Warum ist er so wichtig?

Wer auf der Suche nach einem Kredit ist, sucht möglichst ein Angebot mit günstigen Konditionen. Der angebotene Zinssatz spielt hier eine wichtige Rolle. Er entscheidet darüber, in welcher Höhe Raten monatlich getilgt werden müssen.

Es kann vorkommen, dass Kredite online nur mit dem sogenannten Sollzinssatz beworben werden. Dieser Zinssatz beinhaltet nur die reinen Darlehenszinsen, Vermittlungs- oder Arbeitsgebühren sowie eventuell anfallende Zusatzkosten sind in diesen nicht enthalten. Aufgrund dieser Bankabhängigen Faktoren ist es schwierig, mit diesem Wert Kredite zu vergleichen.

Eigentlich sind Kreditinstitute gesetzlich dazu angehalten, bei Kreditangeboten immer den tatsächlichen Effektivzins ihres Kreditangebots anzugeben. Dieser beinhalten nicht nur den Sollzinssatz der Raten, sondern auch alle weiteren anfallenden Zusatzkosten und Gebühren.

Die Angabe dieses Effektivzinses erleichtert Ihnen somit den Kreditvergleich, da in diesem alle anfallenden Kosten enthalten sein müssen!

Wichtig: Bei Krediten mit identischem Kredittyp, identischer Laufzeit und gleicher Kreditsumme entscheidet der Effektivzins über das günstigste Angebot. Umso niedriger dieser ist, umso besser.

2. Wie setzt sich der effektive Jahreszins zusammen?

Wie bereits definiert, versteht man unter dem effektiven Jahreszins den jährlichen Zinssatz auf die Kreditsumme inklusive aller Zusatzkosten. Aber aus welchen Faktoren setzt sich jetzt dieser wichtige Wert zusammen?

In der Regel setzt sich der effektive Jahreszins aus folgenden Punkten zusammen:

  • Bearbeitungsgebühren
  • Kreditlaufzeit
  • Kreditsumme
  • eigentlicher Sollzinssatz
  • Kosten für Restschuldversicherung
  • Zusatzkosten (Kontoführungsgebühren)

Der Effektivzins lässt sich heute relativ einfach mit der sogenannten Uniform Methode berechnen.

Formel zur Berechnung des Zinses nach Uniform

Zinsformel von zins-zinseszins.de

Anhand folgender Beispielrechnung können Sie die Zusammensetzung des effektiven Jahreszinses und dessen elementare Bedeutung für Ihre monatlichen Raten des Kredits nachvollziehen:

Gehen wir von einem fiktiven Ratenkredit über 5.000 Euro aus. Für diesen fallen ausschließlich Zusatzkosten in Form einer Bearbeitungsgebühr von 2% an, die Laufzeit liegt bei einem Jahr, der Sollzins bei 5,8 Prozent.

Nun berechnen wir als Erstes den Nominalzinsbetrag mit folgender Formel:

Kreditsumme x Zinssatz/100 = Nominalzinsbetrag

In unserem Fall:

5.000 Euro x 0,058 = 290 Euro

Unser Nominalzinsbetrag beläuft sich auf 290 Euro.

Die Bearbeitungsgebühr beläuft sich auf 2 Prozent. Berechnen Sie nun die anfallenden Bearbeitungsgebühren mit folgender Formel:

Kreditsumme x Bearbeitungszinssatz/100 = Bearbeitungsgebühr

In unserem Fall:

5.000  Euro x 0,02 = 100 Euro

Es fallen also zusätzlich monatlich 100 Euro Bearbeitungsgebühren an.

Nun müssen Sie zu den monatlichen Bearbeitungsgebühren die monatlichen Sollzinsbeträge addieren. In unserem Beispiel:

100 Euro + 290 Euro = 390 Euro

Das ist der tatsächlich anfallende Betrag, mit dem sie Ihren Kredit monatlich tilgen müssen.

Teilen Sie nun den monatlichen Gesamt-Tilgungsbetrag durch die Kreditsumme. Danach multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100, da wir mit Prozentangaben arbeiten. So erhalten Sie dann den tatsächlichen effektiven Jahreszins Ihres Kredites.

In unserem Beispiel:

390 /5.000 = 0,078

0,078  x 100 = 7,8 Prozent

Somit haben wir den effektiven Jahreszinssatz des Kredites berechnet. Es versteht sich von selbst, dass in der Realität mehr als nur ein Faktor den effektiven Jahreszins bestimmt. Der Einfachheit halber sind wir in unserem Beispiel nur von einer Bearbeitungsgebühr ausgegangen. Da hier aber meist mehrere Faktoren Einfluss nehmen, wäre eine solche Berechnung extrem aufwendig, um dann Kredite effektiv miteinander vergleichen zu können. Daher finden Sie online eine Vielzahl von Effektivzins-Rechnern, die Ihnen diese Arbeit abnehmen.

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3. Wie hoch sollte der Effektivzins ausfallen?

Der Effektivzins sollte natürlich möglichst niedrig ausfallen. Er variiert von Angebot zu Angebot und Bank zu Bank. Im Idealfall erreichen Sie einen Effektivzins von 5% oder weniger. Durchschnittlich liegt er zwischen 4 und 12 Prozent. Es gibt natürlich auch Angebote, bei denen dieser darüber liegt. Bei einem Kleinkredit kann man sogar Zinssätze von unter 2 % erreichen, wenn das Ausfallrisiko gering genug eingeschätzt wird.

Statistik zur Dispokreditzinsentwicklung auf statista.de

Entwicklung des Dispokreditzinsatzes in den vergangenen neun Jahren

 

Als pauschale Orientierungshilfe können wir bei einem klassischen Ratenkredit einen Wert zwischen 4 und 7 Prozent empfehlen. Spezialvarianten wie Schnell- oder Sofortkredite, Kredite ohne Schufa oder Arbeitslosenkredite schlagen meist mit Effektivzinsen zwischen 6 und 12 Prozent zu Buche. Genaues weiß man erst, wenn man einen Blick in einen aktuellen Kreditvergleich wirft.

4. Beachten Sie den Effektivzins beim Kreditvergleich!

Der Effektivzins ist das perfekte Hilfsmittel, verschiedene Kreditangebote im Kreditvergleich miteinander vergleichen zu können. Im Endeffekt zeigt er deutlich die Kostenunterschiede bei gleicher Kreditsumme, Laufzeit und Kreditart. So können Sie mit einem Blick sehen, welches das für Ihre Ansprüche bessere Angebot (niedriger Effektivzins) ist.

Kreditvergleich mit Effektivzins

Kreditvergleich von testsieger.de

Wichtig: Um sich einen schnellen Überblick über die Kostenunterschiede zweier Kreditangebote machen zu können, ist er der entscheidende Vergleichsfaktor. So sehen Sie auf einen Blick, welche Bank das beste Angebot hat.

5. Fazit: Effektivzins entscheidet über Gesamtkosten des Kredits

Der Effektivzins entscheidet über die tatsächliche Rückzahlungssumme eines Kredits. Neben dem Sollzinssatz beinhaltet er alle anfallenden Zusatzkosten und Gebühren. Er hilft Ihnen, Kredite gleicher Laufzeit, Höhe und Art miteinander vergleichen zu können und schützt Sie vor dem Abschluss unseriöser Angebote mit versteckten Zusatzkosten!

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